Soomaa Nationalpark

Bretterpfad im Hochmoor Soomaa-Nationalpark. Fremdenverkehrsamt Estland

Bretterpfad im Hochmoor Soomaa-Nationalpark.
©Fremdenverkehrsamt Estland

Sümpfe und Moore sind die prägende Landschaftsform im Soomaa Nationalpark, Soomaa heißt übersetzt auch „das Land der Moore“. Die unberührte Natur und der Landschaftsmix aus Wäldern, Hochmooren, überfluteten Wiesen, Flussauen und Gehölzwiesen erlauben einen faszinierenden Einblick in die Naturlandschaft Mittelestlands.

Der Nationalpark liegt im Südwesten des Landes, nahe der Stadt Pärnu. Das Besucherzentrum befindet sich in Körtsi-Töramaa. Soomaa ist für die „Fünfte Jahreszeit“ bekannt. Diese Zeit, der Übergang von Winter zu Frühling, bringt starke Überschwemmungen mit sich. Dann ist der Park unter Umständen nur eingeschränkt zugänglich, Töramaa etwa ist dann unter Umständen nur aus Richtung Köpu (von Süden kommend) per Auto zu erreichen.

Biber, Elche Luchse, aber auch Wölfe und Bären sind die Säugetierarten, die man in dem Park antreffen kann. Daneben gibt es – wie so oft in Estland – zahlreiche Vogelarten: Moorschneehuhn, Steinadler, Auerhahn, Birkhuhn und Doppelschnepfe, sie alle kann der ornithologisch interessierte Besucher entdecken.

Ein schöner Lehrpfad führt von Karuskose in Richtung Norden. Es geht durch Bruchwald, über freie Moorflächen, vorbei an tiefschwarzen Moorseen – ein herrlicher Spaziergang für etwa ein bis zwei Stunden. Ein Aussichtsturm erlaubt einen Rundumblick. Vorsicht: Die Straße nach Karukose bzw. zu dem Ausgangspunkt der Tour ist ein schmaler, befestigter Waldweg. Gegenverkehr, Nässe und eine nicht ganz zweifelsfreie Beschilderung können die Anfahrt erschweren.