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Natur

Naturlandschaft auf Saaremaa, Estland

Naturlandschaft auf Saaremaa, Estland

Estland hat sich dem Schutz seiner Natur verschrieben: Ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz. In fünf Nationalparks sowie zahlreichen Natur- und Biosphärenreservaten kann der Besucher die Flora und Fauna erkunden. Und das lohnt sich.

Etwa die Hälfte Estlands ist bewaldet. In den tiefen Wäldern des Landes kann man mit etwas Glück Luchse, Hirsche, Wildschweine, Elche oder auch Wölfe erspähen. In den Urwäldern von Alutaguse leben sogar an die 100 Bären.

Etwa 90 heimische Baumarten zählt das baltische Land. Kiefern, Fichten, Erlen, Espen und Birken – letztere sind ein Wahrzeichen Estlands – sind die dominantesten. Im Sommer wachsen in der Krautschicht leckere Beeren, die von Einheimischen gesammelt und auf den Märkten oder an kleinen Straßenständen feilgeboten werden.

Die Moore, die etwa 20 Prozent der Landesfläche ausmachen, sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Nicht entgehen lassen sollte man sich eine Wanderung durch eines der Feuchtgebiete. Im Soomaa Nationalpark etwa kann man einem Rundweg folgen. Auf Bohlenplanken führt ein mehrsprachig beschilderter Naturlehrpfad den Besucher trockenen Fußes durch die Landschaft, ein Aussichtsturm erlaubt einen schönen Rundblick. Der Farbkontrast tiefschwarzer Seen, farbiger Heidegewächse, tiefgrüner Gräser, roter Preiselbeeren und bunt schimmernder Libellen ist atemberaubend. Die vollkommene Stille ergänzt das Erlebnis. In den estnischen Mooren kann man sogar fleischfressende Pflanzen entdecken: Der Rundblättrige Sonnentau wächst hier.

Das Land verfügt über eine sehr lange Küstenlinie, die ganz besonderen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Ostsee-Strandläufer, Schnepfen und die seltene Kreuzkröte leben hier. Bei einer Bootstour in der Inselwelt können dem Besucher Grau- und Ringelrobben begegnen. Zudem prägt das Meer eine Landschaft, in der seltene Orchideen gedeihen.

Vogelkundler zieht es ganz besonders nach Estland, mehr als 370 Vogelarten lassen sich hier beobachten. Im Frühjahr machen die Zugvögel – aus Süden kommend – im Westen des Landes Rast, im August treten sie den umgekehrten Weg an. Der Matsalu Nationalpark an der Westküste ist ein Mekka für Ornithologen, er beherbergt zahlreiche Brut- und Zugvögel. Nonnengänse etwa machen hier Station, im Herbst rasten Kraniche in dem Nationalpark. Die beste Zeit für Vogelbeobachtungen ist Mitte Mai, dann erreicht der Vogelzug seinen Höhepunkt.

In den Wäldern oder Mooren kann der naturinteressierte Besucher Eulen, Auerhähne, aber auch Stein- und Fischadler beobachten, ebenso Weiß- und Schwarzstörche. Übrigens: Die Rauchschwalbe ist der Nationalvogel Estlands.

Estland ist äußerst dünn besiedelt, die Natur spielt eine große Rolle. Beste Bedingungen also für Naturinteressierte, Vogelkundler, Wanderer, Radfahrer oder Erholungssuchende, die Weite der Natur zu genießen. Nähere Informationen zu den Nationalparks Estlands finden Sie unter den Reisezielen.

Informationen u.a. aus der Broschüre „Faszinierende Vielfalt. Urlaub und Natur in Estland“ unter www.visitestonia.com/de/uber-estland/broschueren