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Geschichtsinteressierte

Schloss Kadriorg, Estland

Schloss Kadriorg, Estland

Keine Frage: Wer auf den Spuren der Geschichte wandeln möchte, der wird in Estland auf Schritt und Tritt fündig. Das Land hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die sehr gut erhaltene architektonische Substanz verschiedener Epochen und die ausgeprägte Nationalkultur mit ihren noch gelebten Traditionen spiegeln dies deutlich wider.

Die Zeit der Christianisierung durch den Deutschen Orden und den Schwertbrüderorden zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert ist erkennbar in den teils sehr gut erhaltenen, massiven Ordensburgen. Rakvere (Wesensberg), die ehemals sehr mächtige Burg von Viljandi, die heute nur noch als Ruine erhalten ist, oder die Hermannsfeste von Narva sind sehenswerte Zeitzeugen. Die Burgen beherbergen häufig ein Museum zur Burggeschichte und sind Schauplatz von „mittelalterlichen“ Festen und Veranstaltung, die Geschichte erlebbar machen. Der Deutsche Orden und der Schwertbrüderorden haben in Estland eine Zeit geprägt, die von Kämpfen bestimmt und grausam war. Ein Blick in die Folterkammern der Burg von Rakvere lässt den Besucher erschaudern.

Gutshäuser sind ein weiteres architektonisches Wahrzeichen der Geschichte Estlands. Sie sind allgegenwärtig und stehen für eine Zeit, als hier viele Deutschbalten lebten. Palmse, Sagadi, Kolga und Pädaste auf der Insel Muhu sind gute Bespiele für heutzutage meist schön restaurierte Anwesen, die mittlerweile oft Museum, Restaurant, Hotel oder Besucherzentrum eines Nationalparks sind. Die Blütezeit der Gutshöfe lag im 18. Jahrhundert. Klassizistische und barocke Gebäude, aber auch Häuser im Jugendstil liegen über ganz Estland verteilt. Ihr Niedergang begann mit den Aufständen in Russland 1905. Mit der Bodenreform 1919 und der Enteignung der Gutsbesitzer war ihre Zeit letztendlich vorbei. Viele der ursprünglich mehr als 1.000 Höfe verfielen.

Es lohnt sich, auf den Spuren der Gutshöfe zu reisen und sich Zeit für die wichtigsten Anwesen zu nehmen. Auf einer Rundreise, buchbar etwa über den Baltikum-Spezialisten Schnieder Reisen, kann man die schönsten Guts- und Herrenhäuser erkunden und gänzlich auf sich wirken lassen.

Eine weitere bedeutende Phase stellt die Sowjetzeit dar. Das Okkupationsmuseum in Tallinn ist Pflichtprogramm eines jeden Geschichtsinteressierten, anschaulich wird hier die Fremdherrschaft  zwischen 1940 und 1991 präsentiert. Wer sich für die Sowjetgeschichte interessiert, kann sich außerdem in Tallinn auf „Sowjet- und Militärtour“ begeben. Ein Museum zur KGB-Geschichte, das Okkupationsmuseum und die Seefestung Patarai mit den durch die Sowjets genutzten Gefängnisräumen stehen auf dem Programm. Nähere Informationen dazu auf der Seite des estnischen Fremdenverkehrsamt. Bitte beachten Sie, dass dieser Link zu einer externen Internetseite führt. Wir haben keinen Einfluss auf den Inhalt und die Gestaltung der Internetseite sowie auf die Verarbeitung oder Speicherung der erhobenen Daten.