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Das Sängerfest

Die Sängerfeste (auf Estnisch „Laulupidu“) sind ein Ausdruck nationaler Eigenständigkeit und Identität und nicht wegzudenken aus der estnischen Kultur, außerdem zählen sie seit einiger Zeit zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schließlich wurde das Land durch die „Singende Revolution“ auf weitgehend friedlichem Wege unabhängig von der Sowjetunion. 1988 versammelten sich mehr als 300.000 Menschen auf dem Sängerfestplatz in Tallinn, um für ihre politische Eigenständigkeit einzustehen. Im Sommer 1990 kamen fast eine halbe Millionen Esten zusammen, um singend ihre Unabhängigkeit zu fordern. Mit Erfolg, das Ergebnis ist allseits bekannt: 1991 wurde Estland offiziell unabhängig.

Das erste Sängerfest fand 1869 in der Universitätsstadt Tartu statt, damals sangen die Esten zum ersten Mal für ihre Unabhängigkeit. In der Stadt gibt es heute ein Sängerfestmuseum, in dem die Geschichte dieser Veranstaltung aufgearbeitet wird. Ein Gedenkstein an der Narva maantee erinnert an den historischen Tag 1869.

Seit 1928 verwandelt sich der Sängerfestplatz in Tallinn alle fünf Jahre zu einer Bühne für ein Musikfestival nach altem Brauchtum. Tausende Menschen pflegen die Tradition und drücken damit ihr nationales Bewusstsein aus. Die Liedermuschel der Bühne wurde in den 1950er-Jahren errichtet. Etwa 500.000 Menschen können auf den Zuschauerplätzen den Chören lauschen. Beim letzten Sängerfest 2009 waren viele tausend Künstler beteiligt. Das nächste findet erst wieder 2019 statt.